Sonntag, 31. Juli 2016

Ein Sonntagsmärchen für Till.

Der große und der kleine Hans

Erzähl mir eine Geschichte, forderte Till. „Wer soll in der Geschichte vorkommen?“ fragte ich ihn. Bevor Till antworten konnte schränkte ich ein: „Aber kein Feuerdrache“ „Doch ein Feuerdrache mit roter Haut und riesigen Augen,“ wünschte sich Till. Ich seufzte,“ und was noch?“
Das kannst du dir selber aussuchen,“ erlaubte er mir gnädig. Ich schüttelte den Kopf: „Nein das wäre zu einfach, du musst dir schon selbst was überlegen.“ Nach einigem Hin und Her bekam ich die Vorgabe: „ Ein kleiner Ritter soll darin vorkommen.“ Das hörte sich schon mal gut an. „Und wie soll der Ritter heißen?“ bohrte ich nach. „Hans oder Heinz, schlug mein Zuhörer vor. Ich suchte mir Hans aus und begann. „ Es war einmal ein kleiner Ritter der hieß Hans. Hans wohnte auf einer großen Burg in einem großen dunklen Wald. Auf der Burg wohnte auch sein Vater, der auch Hans hieß. Auch der große Hans war Ritter. Seine Mutter war ein Burgfräulein und hieß Kunigunde.“ Neben mir kicherte Till. Ich nutzte die Gelegenheit um zu überlegen wie es weitergehen sollte. „ Weiter,“hörte ich eine Stimme neben mir fordernd. „ Der kleine Hans hatte auch ein Pferd.“ Neben mir meldete sich Till: „ Der große Hans hat ein großes Pferd und der kleine Hans hat ein kleines Pferd:“ Ich nickte: „Genau, ein kleines und ein großes Schlachtross. Und auf denen ritten sie durch den großen dunklen Wald. Sie ritten sehr lange bis der Wald aufhörte. Danach kam ein Gebirge dass sie überquerten. Sie ritten sieben Berge hoch und sieben Berge wieder runter. Nach den Bergen kamen sie an eine Schlucht. Da sie keine Brücke die über die Schlucht fanden ritten sie am Rand der Schlucht entlang. Nicht lange danach kamen sie in ein Dorf. Die Menschen in dem Dorf hatten sich in ihre Häuser versteckt. Auf den Straßen war kein Mensch zu sehen. Erst als sie an den Brunnen in der Dorfmitte kamen stand dort eine Frau. 'Gute Frau,' begann der große Hans, 'warum verstecken sich die Menschen in ihren Häusern?'. Da erzählte ihnen die Frau von dem riesigen Drachen der in der Schlucht hauste. Der würde alles verbrennen was ihm in die Nähe kam. Andere Dorfbewohner hatten sich mittlerweile aus ihren Häusern getraut und kamen zum Brunnen. Alle redeten durcheinander. Sie baten Hans und Hans um Hilfe und versprachen ihnen eine Belohnung wenn sie ihnen helfen würden. So ritten die beiden Ritter los und kamen bald zum Eingang der Drachenschlucht. Schon am Anfang der Schlucht sahen sie überall verbrannte Bäume. Langsam ritten sie weiter. Als ihre Pferde scheuten und sich weigerten weiterzugehen, gingen sie zu Fuß weiter. Bald kamen sie an einen Höhleneingang. Die Steinwände waren schwarz verkohlt und es roch nach Rauch. In der Höhle schlief ein großer Drache. Kleine Rauchwölkchen stießen beim Schnarchen aus seinem Mund. Der kleine Hans stolperte und gleich öffnete der Drache seine Augen. 'Was wollt ihr kleinen Menschen von mir?' Dröhnte die Stimme des Drachen durch die Höhle. Hans und Hans waren wie versteinert stehengeblieben. Von einem sprechenden Drachen hatten sie noch nie etwas gehört. Allerdings hatten sie bisher sowieso noch keinen Drachen gesehen oder von einem gehört. Sie hörten ein Glucksen und der Drache stöhnte laut: 'Au diese Magenschmerzen.' Und gleich darauf spie er eine lange Flamme an ihnen vorbei in die Schlucht. Sie hatten sich schnell hinter einen Felsvorsprung geduckt, trotzdem spürten sie die Hitze. Als alles wieder ruhig war traute sich der kleine Hans hinter dem Felsen vor und fragte den Drachen: „ Warum spuckst du denn immer Feuer? Die Menschen im Dorf haben große Angst dass du ihre Häuser verbrennst. Der Drache seufzte: 'Aber ich will ja gar kein Feuer speien. Kein Tier traut sich mehr zu mir und ich bin so einsam. Aber diese Magenschmerzen und das Glucksen wenn das kommt muss ich immer Feuer spucken.' Hans und Hans versprachen dem Drachen ihm zu helfen wenn sie konnten und ritten wieder ins Dorf. Sie erzählten den Menschen dort, was den Drachen quälte, und die Leute schickten die beiden Ritter zu einer Kräuterfrau. Die Kräuterfrau kochte dem Drachen einen Riesenkessel voller Magenmedizin. Die beiden Hänse beluden einen Karren mit dem Kessel und reisten wieder zurück zum Drachen. Sie gaben dem Drachen die Medizin zu trinken und warteten. Kein Glucksen war mehr zu hören. Der Drache war geheilt und freute sich so sehr dass er den beiden einen Sack mit Schätzen gab, die er in seiner Höhle gefunden hatte. Sie luden die Schätze auf den Karren und kehrten ins Dorf zurück. Dort teilten sie die Schätze mit den Dorfbewohnern und alle feierten ein großes Fest, bevor Hans und Hans am nächsten Tag wieder über die sieben Berge und durch den dunklen Wald nach Hause ritten.' Ich schwieg, dann meldete Till sich zu Wort. „Noch eine Geschichte,“ forderte er. „Nur eine Geschichte am Tag haben wir ausgemacht, erinnerte ich ihn. Da ging er wieder spielen.

 © Gundula Geck-Grantz

Dienstag, 26. Juli 2016

Kennst du schon? Ewigen Kohl


Eine Unterpflanzung mit duftenden Kräutern wie Rosmarin, Thymian oder Salbei soll Schädlinge vertreiben.

Beim ewigen Kohl erntet man die Blätter. Die wachsen dauernd nach und man kann den ganzen Sommer ernten.



Ewiger Kohl ist eine tolle Pflanze für faule Gärtner. Einmal gepflanzt wächst er immer weiter und bringt immer neue Kohlblätter hervor. Vermehren kann man ihn nur vegetativ über Stecklinge. Man bricht einfach ein Stück ab und steckt ihn in die Erde. Schädlinge wie Kohlweissling und Wühlmäuse befallen ihn zwar auch, sind aber keine Gefahr für die Pflanze weil sie dauernd nachwächst. Ich breche einfach zerfressene Triebe und Blätter ab und lasse den Kohl neu nachwachsen. Man kann den Kohl auch im Topf auf dem Balkon halten. Beachten sollte man dabei daß er Starkzehrer ist und immer gedüngt werden muss z.B, mit Kompost oder Komposttee. Wenn es nicht zu kalt wird kann man ihn dann das ganze Jahr über ernten. Wenn man ihn nicht als Steckling von einem anderen Gärtner bekommt, kann man ihn bei Rühlemanns als Pflanze kaufen.

Verwenden kann man ihn wie Weisskohl oder Blattkohl z.B.
Als Heilpflanze:
  • Bei Ohrentzündungen einfach ein paar Blätter rollen bis der Saft austritt und mit einem Tuch über die Ohren befesigt lindert die Entzündung.(Bei meinem Sohn erfolgreich ausprobiert)
  • Auf Wunden aufgelegt und mit einer Mullbinde befestigt lindert er Schmerzen, wirkt antibakteriell und unterstützt er die Heilung. (Im Selbstversuch erfolgreich ausprobiert )
  • viel Kohl essen soll gut sein gegen Arthritis 
  • Der hohe Gehalt an Vitamin C beugt Erkältungskrankheiten vor.   
In der Küche:
  • Kohlsuppen und Eintöpfe
  • Gemüsepfannen
  •  Kohlrouladen
  • Kohlsalat
  • Sauerkraut
  • Smoothies
  • Sommerrollen
Rezept Kohlgemüse:
Zutaten:
1 Zwiebel
2 Handvoll Kohlblätter
getrocknete Tomaten
Frische Gartenkräuter: Bohnenkraut, Oregano, Liebstöckel Petersilie ect. nach Geschmack.
wer mag kann Kümmel dazunehmen.
Pfeffer, Salz
Öl z Braten zB. Rapsöl
Zubereitung;
Zwiebel und getrocknete Tomaten in kleine Würfel schneiden und in Öl andünsten.
Der in Streifen geschnittene Kohl wird dazugegeben und bei Mittlerer Temperatur angedünstet.
Nach Geschmack mit Salz, Pfeffer und evt Kümmel würzen.
Zum Schluss die frischen Kräuter nach Wahl dazugeben.
Dazu schmecken z.B. Bratkartoffeln.

Montag, 25. Juli 2016

Es gibt heute Zucchinibrot

Da ist man mal 2 Tage nicht im Garten und schon...
Ich werde heute aus dem Überfluss ein Zucchinibrot backen.


So groß ist meine Brotzucchini, die fein gerieben wird

Der Teig vor dem Gehen


Das fertige Brot, 2 Tassenbrote und 4 Brote im Glas

Das wichtigste kommt zum Schluss. Verkosten des fertigen Brotes *mjam*
Das Rezept:
1 Zucchini reiben,
2 Beutel Trockenhefe,2 El Öl, 1geh.Tl Salz, 1Tl Brotgewürz, 1 Prise Zucker mit dem Zucchinibrei vermischen,
1-2 Handvoll gehackte Nüsse nach Wahl untermischen.
Ich habe noch 1 Tasse Haferflocken dazugetan.
Ca 1000g Mehl nach Wahl (bei nir 50:50 Dinkel und Dinkelvollkornmehl)
mit dem Brei verschlagen.
Abgedeckt gehen lassen bis der Teig die doppelte Größe hat. Nochmal durchkneten/rühren und. Mein Teig ist nicht so fest gewesen damit das Vollkornmehl genügend Flüssigkeit hat.
In mehrere Kastenformen füllen,
Auf 200 Grad bei Ober -Unterhitze, oder 180 Grad Umluft ca 40-50 Min backen (je nach Ofen) und abkühlen lassen.

Sonntag, 3. Juli 2016

Alte Jeans=Neue Tasche

Ich hatte eine alte Jeans mit hübschen Rosenapplikationen herumliegen. Meine alte Tasche war kaputt und ich brauchte eine neue. Nach einigem Herumgefrickele kam dann eine neue Tasche dabei heraus. Sie hat einige Faulheitsschwächen wie ein etwas falsch eingenähter Reissverschluss und innen sichtbare Nähte aber sie tut ihren Dienst und gefällt mir ganz gut.

Ich habe die Rosenapplikationen erhalten.

Auch die Tasche mit der Rose ist eingebaut.
Die Reste einer Hose

Zugeschnittene Taschenteile. Ein Teil hat es nicht auf die Tasche geschafft.