Donnerstag, 25. Februar 2016

Von einem der auszog, ein Märchen zu hören. Teil 3



Teil 3......
Kater Neo saß mit unbewegter Mine auf einer alten Gartenbank und beobachtete meinen Versuch junge Salatpflanzen im Hochbeet zu verteilen. Manchmal wenn eine Fliege näher kam, unterbrach er seine Ruheposition und schlug nach ihr.

Ein paar Minuten später hatte ich alle Salatpflanzen taktisch gut im Beet verteilt. Der Kater hatte sich mittlerweile auf seinem Platz hingelegt und die Augen geschlossen. Sein schwarzes Fell glänzte in der Sonne und ich wusste daß er bereit war, beim kleinsten Geräusch zu verschwinden. Es war noch früh und ich wollte Pflänzchen vom Pak Choi in die Mitte des Gurkenbeets setzen.

Als ich mich bewegte blinzelte der Kater misstrauisch, bewegte sich jedoch nicht. Die Gurken waren schon gut angewachsen und ich nutzte die Mitte des Hochbeetes für die kleinen Kohlpflänzchen. Als alles an seinem Platz, angegossen und mit einem Netz abgedeckt war, stand die Sonne so hoch daß es mir zu warm wurde. Neo hatte sich unter einen Busch verzogen und pflegte dort seine Vormittagsruhe weiter. Nachdem ich mir einen Kaffee gekocht hatte, holte ich einen Liegestuhl in den Garten. 10 Minuten später genoss ich die dunkle Koffeinbrühe im Sonnenschein. Es war sonnig und warm und mir fielen die Augen zu. Als Neo sich auf meinen Schoß legte blinzelte ich nur kurz und dämmerte weiter. Von einem Quietschen wurde ich wach und Neo suchte sofort das Weite.

Ich hatte überlegt das alte Gartentor zu ölen. Da es aber eine wunderbare Alarmanlage war, ließ ich es sein. Vielleicht war ich auch nur zu faul. Wer weiß das schon. Ich wartete, doch zunächst ließ sich der Urheber des Geräusches nicht blicken. Der Kaffee war kalt geworden und ich stellte ihn nach einem Schluck zurück. Ich überlegte was heute noch im Garten zu tun sei, konnte mich aber nicht aufraffen wirklich noch etwas anzufangen.

„Buh“, mit diesem Ausruf sprang eine kleine blonde Gestalt um die Hausecke. Ich spielte Erschrecken vor. „Oh, Till hast du mich erschreckt“ sagte ich mit ernstem Blick. Till kicherte und setzte sich auf den alten Gartenstuhl der neben mir stand. Sein Blick wanderte suchend durch den Garten. „Neo hat sich versteckt“, erzählte ich ihm. „Schade“, schmollte er und schob die Unterlippe vor. Nach einer kurzen Pause fragte er dann:“Erzählst du das Märchen weiter?“ „Weisst du denn wie die Geschichte beim letzten Mal ausgegangen ist?“ fragte ich ihn. Eifrig nickte der blonde Schopf, „ Lea hat mit ihrem Vater die Haare von einem Einhorn gefunden. Danach musste sie ins Bett gehen.“ Nickend lobte ich ihn: „ Das hast du dir ja gut gemerkt. Also Lea hat gut geschlafen und saß am nächsten Morgen mit ihren Eltern am Frühstückstisch. Sie trank Kakao aus ihrer silbernen Prinzessinentasse. 'Papaaaa, können wir heute den Vogel im Feenland suchen?' bettelte sie und schaut ihren Vater mit ihrem schönsten Lächeln an. Der König seufzte: ' Ich muss heute noch ein bisschen regieren. Aber Morgen können wir ins Feenland reisen. Ich sollte unseren zauberhaften Nachbarinnen sowieso mal wieder einen Staatsbesuch abstatten. Ich werde gleich einen Kurier losschicken um uns anzukündigen.' Damit war Lea zufrieden und ging in ihren Garten um zu spielen.“ Till rutschte auf dem Stuhl herum. „Was ist ein Kurier?“fragte er mit einem forschenden Blick. „Ein Kurier war jemand der für den König Botschaften und Briefe überbrachte und manchmal auch vorlesen musste wenn die Leute nicht selber lesen konnten. Früher gab es noch keine Post und auch kein Telefon“ erklärte ich ihm. „Aha,“ sagte er nur und wartete daß ich weiter erzählte. „Aaaalso,“begann ich langgezogen um ein wenig Zeit zum überlegen zu haben. Neo hatte sich unbemerkt angeschlichen und putzte sich auf einer Mauer neben der Terasse.
Ich erzählte weiter: „Lea saß im Garten und goss das kleine Beet mit den Möhren und Radieschensamen. Der königliche Gärtner kam an Leas Beet und lobte sie. ' Wenn du weiter so fleißig gießt dann werden sich bald die kleinen Pflanzen zeigen.' Lea freute sich,'wachsen die schneller wenn ich ihnen was vorsinge,' wollte sie wissen. Der Gärtner zuckte mit den Schultern,' Ich weiß nicht ob sie das hören können, aber versuch es nur.' Mit diesen Worten ging er seine Wege. Lea sang den Karotten- und Radieschensamen ein Lied vor und war überzeugt daß sie damit schneller wuchsen. Als sie Abends mit dreckigen Schuhen und Hosen zum Abendessen im Schloß erschien, schimpfte ihre Mutter und schickte sie zum umziehen in ihr Zimmer.

Am nächsten Morgen stand die königliche Kutsche schon im Hof bereit. Da der Weg ins Feenland sehr weit war mussten sie frühzeitig losfahren und nahmen ein dickes Fresspaket mit auf die Reise.

Die Kutsche rumpelte über steinige Wege und Lea wurde ganz schön durchgeschüttelt. Das war lustig und sie lachte jedes Mal Sie fuhren den ganzen Tag und übernachteten im Gasthaus einer kleinen Stadt. Am nächsten Tag war das Geruckel nicht mehr so lustig und Lea fragte oft wie weit das Feenland noch war. ' Im Feenland wachsen Bäume mit glitzernden rosa blühenden Bäumen an der Straße', erzählte ihr Vater. So hielt sie die ganze Zeit Ausschau nach rosa Glitzerbäumen. Sie hielt so angestrengt Ausschau daß sie ganz müde wurde und ihre Augen zufielen. Als sie aufwachte wurde es langsam dunkel und das Geruckel hatte aufgehört. Sie sah aus dem Fenster und quietschte vor Freude. Am Straßenrand wuchsen rosa Bäume, die in der Dämmerung schimmerten.“ 


Ich hörte das Telefon klingeln und lief schnell ins Haus. Doch es war nur ein lästiger Werbeanruf und so war ich bald wieder bei Till auf der Terasse. Die Sonne war mittlerweile hinter dem Haus verschwunden und es wurde etwas kühl.
 „Till möchtest du auch Radieschen säen“? Fragte ich ihn. Er nickte begeistert und so suchte ich einen Blumentopf heraus. Till füllte Erde hinein und streute Radieschensamen darauf. Mit einer kleinen Kanne goß er sein Werk. „So das kannst du mitnehmen und auf eure Terasse stellen. Du darfst nicht vergessen jeden Tag zu gießen.“ Freudestrahlend verschwand er mit seinem Topf. 
Der Kater war im Haus verschwunden und wartete an seiner Futterstelle auf Futternachschub. Ich erfüllte auch seinen Wunsch und freute mich auf einen ruhigen Abend.

 © Gundula Geck-Grantz






Montag, 15. Februar 2016

manchmal darf es Torte sein

Kirsch-Schokoladen- *Butter*cremetorte ohne Muh und Mäh

Optisch ist die Torte sicherlich kein Kunstwerk, aber schon halb aufgefuttert nachdem sie fertig war.

 Tortenboden-Rezept von vegan kochen

Boden:
 225 g Mehl
150 g Zucker
1  Pck. Backpulver
2 El Kakao ( für einen hellen Boden einfach weglassen)
250 ml Wasser oder Pflanzenmilch
6 EL Öl

Die Zutaten mit einem Kochlöffen oder Teigschaber (kein Mixer) verrühren, in eine Springform (mit Backpapier) füllen und 20 Minuten bei 180 Grad backen. Nach dem Erkalten durchschneiden.

für die Buttercreme:
aus 3/4 Liter Pflanzenmilch nach Wahl und 2 P Vanillepuddingpulver einen Pudding kochen (Zucker nach Packungsangabe) und kalt werden lassen.
1 Packung Alsan schaumig rühren und den Pudding löffelweise unterschlagen.


  • Den unteren Boden in den Springformrand legen.
  • Abgetropfte Kirschen auf den unteren Boden verteilen.
  • Buttercreme auf die Kirschen verteilen
  • Den zweiten Boden auf die Buttercreme legen. 
  • Alles für ca 30 Minuten in den Kühlschrank  stellen 
  • die Torte aus der Form  nehmen 
  • eine Packung gesüßte Schlagfix mit 2 El Kakao aufschlagen
  • Die Torte mit der Schokosahne ummanteln
  • Torte verstecken damit man selber noch etwas abbekommt


Guten Appetit

Sonntag, 14. Februar 2016

Kennst du schon? die Steckrübe

Die Steckrübe (Wruke, Bodenkohlrabi) ist ein tolles Gemüse. Zu Unrecht hatte es lange einen schlechten Ruf, doch mittlerweile ist sie, wie viele andere fast vergessene Gemüsesorten, wieder im Trend. Sie enthält Mineralstoffe, Vitamin C, B1 und B2 sowie Beta-Carotin, Glucosinolate und andere sekundäre Pflanzenstoffe. Die Rübe hat wenig Eigengeschmack und lässt sich mit fast allem kombinieren. Sie ist lecker im Eintopf, als Cremsuppe, Püree oder im Salat. Bei uns gibt es die Rübe oft als Pfannengemüse. 

Heute habe ich gewürfelt und mit Paprika, Fenchel, Zwiebel und Knoblauch in Öl angeschmort. Gewürzt wurde das Gericht mit Sumach, Paprika, Pfeffer und Salz. Dazu haben wir frisches selbstgebackenes Brot gegessen.
Rezept:
1/2 Steckrübe
1 Fenchelknolle
2 Paprikas
3 Knoblauchzehen,
1/2 große Zwiebel
2 El Öl zum braten zB Rapsöl
1 Tel. Sumach
Pfeffer und Salz nach Geschmack
Das Gemüse fein schneiden und alles zusammen in einer Pfanne bissfest anbraten.

Guten Appetit

Videotipp:








Freitag, 12. Februar 2016

Heute habe ich für den Garten gebastelt.

 Es wird Zeit für die Aussaat der zukünftigen Tomatenpflanzen. Dafür habe ich zuerst gebastelt. Eine einfache Anleitung für Anzuchttöpfe aus Zeitungspapier bekommt man zB bei: botanio. 

Für die Aussaat benutze ich natürlich keine torfhaltige Anzuchterde sondern habe mir ein Substrat gemischt aus: 
  • Kokosfasern die man als Pressballen im Gartenhandel bekommt, 
  • sowie feine Gartenerde aus Maulwurfshügeln die der kleine Schelm im Gewächshaus hinterlassen hat. 
Der wollte wohl einen trockenen und warmen Ausgang für seine Wohnung haben.

Gesät habe ich die Wildtomate "GOLDEN CURRANT" sowie die Fleischtomate "SCHWARZE RUSSISCHE" 

 die Zeitungstöpfchen wurden nun mit der Aussaaterde gefüllt, mit den Samen bestückt und gegossen.


 Das ganze kommt nun auf eine warme Fensterbank. Dann heißt es warten,warten,warten.

Infos zum Maulwurf

Pflanztoepfe aus Zeitungspapier

Biosaatgut, seltenes und altes Saatgut

Montag, 1. Februar 2016

Ein seltsam isolierter Laubhaufen liegt da....

...dachte ich. Doch dann ging ich näher heran. Das war kein Laub. Es sah aus wie nasses Leder das jemand zerknüllt in meinen Garten geworfen hatte.

 
 Es ist ein Pilz. Peziza varia oder Riesenbecherling, nennt er sich und ist ungeniessbar. Da er nicht im Weg steht darf er stehenbleiben und weiter lustig aussehen.