Mittwoch, 11. November 2015

Juhu der erste essbare selbstgezogene Pilz...

...wächst an einem der geimpften Stämme, die in meinem Garten stehen. Ende September habe ich frischgeschlagene Eschenstammstücke nach der Anweisung auf der Beilage geimpft. Die habe ich feucht und abgedeckt im Schuppen gelagert und sie vor zwei Wochen im Garten versenkt. Nicht im Traum dachte ich daran, in diesem Jahr noch ein Erfolgserlebnis zu haben. Doch heute fand ich dann den ersten Austernpilz an  einem der Stämme. Hoffentlich kommen da bald noch mehr. Ich bin zuversichtlich.



Mittwoch, 14. Oktober 2015

Der alte Baum

Als der Kirschaum noch jung war, stand er mit vielen anderen Bäumen in einem großen Garten. Die Sonne schien auf seine Früche, färbte sie dunkelrot und machte sie süß und lecker.
Im Herbst zauste der Wind seine abgeernteten Zweige.
Im Winter deckte der Schnee seine kahlen Äste zu und ließ ihn
bis zum Frühjahr schlafen.
Im Frühjahr ließ die Sonne seine schwellenden Knospen aufspringen, bis er voller Blüten in seiner ganzen Schönheit im Garten stand.
Er wurde der größte und schönste Baum in der ganzen Umgebung.
Die anderen Bäume schauten voller Ehrfurcht zu ihm auf und flüsterten sich im Wind Geschichten über seine Schönheit zu.

Jahre gingen ins Land und er schenkte den Menschen die ihn pflegten in jedem Spätsommer zentnerweise süße Kirschen.
Die anderen Bäume die ihn so bewundert hatten wurden nach und nach gefällt und er verabschiedete jeden mit seinen harzigen Tränen.
Neue Bäume wuchsen in seiner Nähe.
Sie schauten voller Ehrfurcht auf den Baumriesen und richteten nur selten scheu das Wort an ihn.
So wurde der Baum älter.
Die Kraft verließ ihn langsam. Immer mehr Zweige starben und er wurde immer schwächer.
Eines Tages wuchs ein junger Efeu an seiner Rinde hoch.
Verwundert schaute er dem vorwitzigen Sproß zu, wie er sich an seinem Stamm festhielt und luftige Höhen anstrebte.
Wenn der Wind nun  seine kahlen Äste zauste erzählten ihm die raschelnden Efeublätter kurzweilige Geschichten.
Nach einigen Jahren hatte der Efeu den ganzen Baum mit seinen Trieben umhüllt.
Der Baum war alt und müde geworden aber er erfreute sich an den Vögeln, die nun wieder wie früher in seiner efeubewachsenen Krone nisteten, und an den Insekten die bei ihm Schutz suchten.
Der Efeu war sein bester Freund geworden und als der alte Baum schließlich starb, umhüllte sein Freund den toten Stamm und bereitete ihm ein Grabmal.
So blieb der Baum in der Erinnerung der Menschen lebendig und die anderen Bäume erzählten sich wispernd Geschichten über ihn.
G. Geck-Grantz

Sonntag, 11. Oktober 2015

Walnuss oder Haselnuss

Der Walnussbaum kommt ursprünglich aus Persien und wurde auch persische Nuss genannt. Über Handelsrouten gelangte sie auch ins römische Reich und kam von dort dann auch zu uns. Ein Walnussbaum ist ein majestätischer Baum und wurde gern als Hausbaum gepflanzt. Heute sind die meisten Gärten zu klein dafür, so daß man ihn kaum noch sieht. In meiner Kindheit gab es noch bunte Teller zu Weihnachten und dort durften Walnüsse nicht fehlen.
Im Juni geerntete Walnüsse kann man einlegen oder zu Likör verarbeiten.

Da wir keinen Walnussbaum im Garten haben brachte mein Mann mir einige Eimer voll mit nach Hause. Nach dem Abpulen und Waschen kann man sie trocknen und luftig aufbewahren. Wir haben dafür drahtbespannte Holzstiegen.

Die Aussenhaut kann man noch verwenden um Holz oder Wolle zu färben. Durch den hohen Anteil an Gerbstoffen braucht man auch keine Beize. Früher hat man die Fruchtschalen auch als Haarfärbung benutzt. Bei mir kommt sie auf den Kompost. Mann kann auch gut säureliebende Pflanzen wie Rhododendron oder Hortensien damit mulchen.

Walnusskerne werden meist pur gegessen oder zum backen verwendet. Aus ihnen kann man auch leckere süße oder pikante Aufstriche machen.


Zum Abpulen der Fruchtschalen sollte man Handschuhe anzehen. Sie färben wirklich sehr stark.



Das Waschen der Nüsse (wenn nötig) sollte nicht zu lange dauern. Mann kann auch auf das Waschen verzichten



Gut ausgebreitet und luftig können die Nüsse trocknen und sollten öfter geschüttelt oder gewendet werden.Will man die Nüsse ungetrocknet essen sollte man die bittere Haut vom Kern abpulen.







Weniger umständlich und häufiger zu finden sind Haselnüsse. Man kann sie direkt nach der Ernte knacken und essen. Mit einem guten Mixer und einem Nussbeutel kann man eine leckere Haselnussmilch daraus machen. Dafür werden sie mit Wasser fein gemixt und in dem Nussbeutel abgeseiht. Mit dem Trester kann man leckere Kekse backen. Wenn man sie in der Pfanne röstet kann man die Kernhaut besser entfernen und sie haben einen intensiveren Geschmack.


Haselnüsse aus unserem Garten. Eine großfrüchtige Sorte.Die Ausbeute im ersten Jahr nach der Pflanzung. Das ist sicher noch ausbaubar.

Geknackte kleinfrüchtige Nüsse vom letzten Jahr von einem wilden Baum. Daraus werden Bratlinge für Nussburger nach dem Rezept von twoodledrum

Links zum Thema:

http://mundraub.org/

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/pflanzen/pflanzenportraets/wildpflanzen/07276.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Baum-Hasel

Sonntag, 20. September 2015

Kleine Kraftpakete. Superfood aus dem Garten oder vom Balkon.

Kleine, scharfe gesunde Köstlichkeiten. Powerpakete in denen die Kraft für eine neue Pflanze steckt. Kapuzinerkressesamen. Am besten frisch von der Hand in den Mund oder über den Salat oder in die Suppe gestreut. Man kann sie auch als Kapernersatz einlegen.




 Von der Kapuzinerkresse kann man alles essen, Blätter, Stiele, Knospen, Blüten, Samen.
Sie war Arzneipflanze des Jahres 2013. Sie wirkt bakteriostatisch, virustatisch und antimykotisch. Wenn die Erkältungszeit beginnt ist sie eine wertvolle Gesundheitspflanze.

Mehr Infos über die Kapuzinerkresse:
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/kapuzine.htm


Donnerstag, 17. September 2015

Septemberglück und Apfelessig. Update Nummer Eins

Meine Apfelessig Produktion läuft gut an. Auf dem Ansatz aus Saft hat sich eine ' Kahmhaut (Essigmutter) gebildet und weil ich die zuerst immer wieder untergerührt habe liegt diese Schicht nun am Boden. Die Haut bildet sich immer wieder. Es riecht stark nach Essig und ich bin guter Hoffnung daß am Ende daraus ein Apfelessig entsteht

Unten im Glas sieht man die sich bildende Essigmutter

Kahmhaut auf dem Ansatz

 Den Ansatz aus Fallobst habe ich durch ein Tuch gefiltert und in ein gesäubertes Glas gekippt. Dort soll nun Apfelessig entstehen. Der Ansatz riecht wie leckerer Apfelwein.


Die Früchte wandern in den Kompost

Die Flüssigkeit zum weiterreifen in ein sauberes Glas

Da der Apfelsegen nicht abreisst habe ich dann noch 2 Gläser mit Apfelstücken angesetzt. Und zum Kaffee gibt es heute wieder einen Apfel-Kuchen :) Septemberglück.


Wie ich den Ansatz gemacht habe erfahrt hier http://veganewege.blogspot.de/2015/09/apfelessig-selbermachentotal-easy.html

Sonntag, 13. September 2015

Kakao und Apfelkuchen zum Märchenmarathon auf 3sat.

Ich habe die Äpfel immer noch nicht über. Heute wurde Apfelmus gemacht und daraus gleich ein leckerer Apfelkuchen nach dem Rezept von den Laubfressern.


Mittwoch, 9. September 2015

Der Apfelbaum sitzt noch voller Äpfel...

..... deshalb habe ich heute Apfelsaft gekocht.

Ein Eimer Falläpfel wird gereinigt und
von Würmern und faulen Stellen befreit.


Kleingeschnitten, mit Zucker im Entsafter gekocht,...


in gereinigte Flaschen abgefüllt......


wurden ca 3 Liter Apfelsaft daraus. 


 
Verdünnt mit Mineralwasser zu Apfellimonade, oder heiß als Apfelgrog wird daraus ein leckeres Getränk. 
2 Saftflaschen fehlen noch auf dem Foto.
Es funktioniert auch ohne Zucker, 
ergibt dann weniger Saft und hält sich nicht so lange.

Samstag, 5. September 2015

Apfelessig selbermachen...total easy

Ich habe im Garten viele Falläpfel. Eine Möglichkeit diese zu verarbeiten habe ich mit Apfelessig entdeckt. Die Anleitung habe ich von Smarticular. Wie ich meinen Apfelessig herstelle habe ich nun dokumentiert und will sie euch nicht vorenthalten.


Hier seht ihr was ich für die Herstellung benötige: Äpfel oder Apfelreste (Schalen und Kerngehäuse), ein großes Glas, Zucker, Wasser(nicht im Bild), ein Gummiband und ein sauberes Tuch zum abdecken.


 Die Äpfel habe ich gewürfelt. Schale und Kerngehäuse bleiben dran.


 Die gewürfelten Äpfel fülle ich in das Glas, 


 Auf die Äpfel kommen 2 El Zucker um die Gärung zu beschleunigen.


 Das Glas wird mit Wasser zu 3/4 aufgefüllt. Mein Glas ist etwas zu voll geworden.


 Das Glas wird mit dem Tuch abgedeckt und mit dem Gummiband gesichert. 
Dieser Ansatz wird oft umgerührt um Schimmelbildung zu verhindern.


 Hier zum Vergleich 2 Gläser die ich mit Apfelsaft angesetzt habe und die schon vergoren sind. Sie riechen nach Apfelwein.


 Die beiden rechten Gläser habe ich gefiltert und in ein sauberes Glas eingefüllt. Darin müssen sie nun dunkel und kühl stehen. Das freigewordene Glas habe ich nun auch mit Apfelstücken angesetzt. Die Apfelstücke sacken nach und nach ab und werden nach 3-4 Wochen gefiltert. 


Ich hoffe nun nach 6-8 Wochen den ersten Apfelessig aus dem rechten Glas zu bekommen. Dazu bildet sich im günstigen Fall eine Essigmutter, die erst Schlieren bildet und sich dann zu einem glibbrigen Klumpen zusammenballt. Diese Essigmutter kann ich nach dem Filtern zum Schluss, in einen neuen Ansatz tun und beschleunige so den Prozess.

Interessantes zum Apfelbaum:
http://de.mittelalter.wikia.com/wiki/Apfelbaum

Apfelessigherstellung-Update
http://veganeswege.blogspot.de/2015/09/septembergluck-und-apfelessig-update.htmlhttp://veganewege.blogspot.de/2015/09/septembergluck-und-apfelessig-update.html


Samstag, 29. August 2015

Lieblingsplätze und Upcycling

Im Garten habe ich 2 Lieblingsplätze unter einem alten Apfelbaum. Dort scheint auch am späten Nachmittag noch die Sonne. Mit einer Tasse Kaffee oder Lieblingslektüre lässt es sich dort gut aushalten.

An ein uraltes verrostetes Eisenschaukelgestell haben wir eine Schaukelbank aufgehängt auf der man gut zu zweit Platz findet. Eine alte Holzleiter bietet einen Kletterplatz für die Clematis die dort wächst.


 Aus 2 Baumstammstücken und einem alten Brett wurde ein romantischer Platz unter unserem alten Apfelbaum.






Donnerstag, 20. August 2015

....und gleich noch ein leckerer Nachtisch

in meiner Biokiste tummelten sich ein paar Pflaumen und Äpfel. Daraus wurde Kompott.
Zuerst löste ich Zucker in einer Pfanne auf. Dazu kam das gewürfelte Obst und ein größerer Rosmarinzweig . Beim Köcheln verband sich das Ganze mit dem karamelisierten Zucker. Abgelöscht wurde das ganze mit einem trockenen Weisswein. Dann wurde die Masse noch einmal aufgekocht und abgefüllt.

So sah der Kompott fertig aus

Auf Lupinen-Vanilleeis mit einem Schuß Schlagfix verschwand es schnell in unseren Mägen.

Ich wollte auch mal meinen Senf dazugeben !

Und zwar den aus meiner Küche. Nachdem ich das etwas unspektakuläre Grundrezept ohne Schischi ausprobiert habe sollte es nun etwas ausgefalleneres werden.

Den Anfang machten Walnusssenf nach diesem Rezept

und Apfel Rosmarienrezept mit frischem Rosmarien nach diesem Rezept.
Ich habe schon mal probiert und sie sind schon sehr lecker. 



Links stehen 4 Walnusssenfgläser und rechts stehen 6 Apfel-Rosmariensenfgläser



Samstag, 27. Juni 2015

Samstags-Wildkraut-Dinner, oder: "Was mache ich nach dem Jäten mit meinem Unkraut" ;)

Das Unkraut in unseren Gärten wird sehr unterschätzt. Darunter sind wahre Schätze und Superfoods.
Heutegab es bei mir ein Unkrauttasting. Wir haben das geerntete Unkraut zu leckeren Speisen verarbeitet.

Als erstes gab es Funkienblätter die in Backteig frittiert wurden.
Dazu gab es einen Dip aus Sojade und gehackten Gundermann- und Knoblauchsrauke-blättern.
Der Backteig bestand aus Kichererbsenmehl und Kurkuma und wurde mit Wasser glattgerührt und etwas gesalzen. Hmmmmm sehr lecker
frittierte Funkienblätter(Hosta)f
Gundermanndip
 Unser Salat bestand aus wilder Rauke, Vogelmiere, rotem Sauerampfer und einigen Funkienblättern. Dazu gab es eine Vinaigrette aus Zitrone, Olivenöl, Senf, Salz und Pfeffer. Dafür lässt man jeden gekauften Salat stehen.
Salatplatte

 Getrunken haben wir Sekt mit Rosenlikör. ich habe zum ersten Mal ein Rosengetränk probiert und es war sehr lecker.
Sekt mit Rosenlikör


Der Hanfmozzarella mit Gundermann war in der Konsistenz noch verbesserungsfähig. Das Grundrezept für Hanfmozzarella gibt es bei Raw Future
 

Hanfmozzarella mit Gundermann


Der Shake bestand aus Erdbeeren, Hanfnüssen, Wasser und Vogelmiere. Die Vogelmiere schmeckte man zu wenig heraus. Beim nächsten Mal nehme ich viel mehr Miere.
Erdbeer- Vogelmiere-shake
ist

Der Teig für das Dinkel-Vollkornbaguette ist mit Unkrautpesto verknetet.
Unkrautbaguette


 Last not least... tadaaaa der Nachtisch. Sojajoghurt mit Holunderblütensirup und veganer Schlagsahne. Geschichtet mit einem veganen Bisquit nach diesem Rezept und garniert mit Hornveilchen.

Holunderblütendessert





 Es gab noch eine Brennesselsuppe die sehr lecker war und die ich vergaß zu fotografieren.

Weiterführende Links zur Unkrautküche:


http://www.antenne.de/experten-tipps/haus-garten/kein-unkraut-diese-kraeuter-und-blumen-sind-richtig-lecker.html

http://heilkraeuter.de/index.htm

http://shizuokagourmet.com/2009/03/03/new-vegetable-uruihosta-montana/



Sonntag, 26. April 2015

Unkrautsalat



Den Spinat aus dem Garten habe ich heute als Salat mit "Unkraut" gepimpt. Giersch, Knoblauchrauke, Gundermann und ein paar Tomaten- und Zucchiniwürfel wurden heut mit dem neuen veganen Dressing Sylter Art von Kühne verspeist. Meinem Mann und meinem Sohn schmeckt das Dressing, mir ist es zu süß.